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Wir leben auf der
selben Erde, aber in verschiedenen Welten.
Bedingt durch diese
Tatsache entstehen im Zusammenleben von Mensch und Hund viele Missverständnisse.
Unsere Art der Hundeausbildung beginnt deshalb beim Menschen, das heisst wir
vermitteln den Hundebesitzern die Grundlagen in hündischem Denken und Verhalten.
Wir gehen davon aus, dass der Hund nicht erzogen werden muss, sondern der
Hundebesitzer lernen soll sich seinem Hund verständlich auszudrücken.
Grundsätzlich sind
Hunde, bedingt durch ihre Lebensform als Rudeltiere, sehr soziale Wesen, und
vorwiegend auf Konfliktverhinderung bedacht, ausser sie werden vom Menschen
daran gehindert.
Diese Eigenschaften
machen wir uns bei der Ausbildung von Hund und Besitzer zunutze. Wir verwenden
vor allem hündische Signale um mit dem Hund zu kommunizieren. Gewalt in jeder
Form lehnen wir ab, da jedes Problem das mit Gewalt gelöst wird zwei neue
schafft.
Erziehung ohne Gewalt
Einige
Bemerkungen davor:
Hundeausbildung ist kein Machtkampf zwischen dem Hund und seinem Besitzer.
Hundeausbildung soll ein miteinander sein, wobei jeder der beteiligten
Partner, Hundebesitzer und Hund, zu seinem Recht kommen soll.
Genau so
hat aber jeder der Partner seine Pflichten und soll die ihm zustehenden
Aufgaben erledigen.
Gewalt beginnt wo Wissen
endet!
Der Hund
gehorcht nicht weil:
·
Er mich
liebt
·
Weil ich
der Rudelführer bin
·
Weil er
Dankbar ist
Sondern der
Hund gehorcht einzig und allein weil wir es trainiert haben.
Folgerung:
Je besser das Training umso besser gehorcht der Hund.
Um gut zu
trainieren muss der Hundetrainer über fundierte Kenntnisse des
Lernverhaltens von Tieren verfügen.
Hunde
lernen und gehorchen aus zwei Gründen:
·
Um etwas
Angenehmes zu bekommen
·
Um
Unannehmlichkeiten zu vermeiden
Ich habe
mich für die 1. Möglichkeit entschieden.
Warum?
Nur weil
wir das schon immer so gemacht haben muss es nicht gut sein. Auch ist diese
Begründung nicht genügend um teilweise fragwürdige Methoden zu
rechtfertigen.
Untersuchungen über das Verhalten der Hunde haben gezeigt, dass mit
positiver Bestärkung erlerntes Verhalten auch in kritischen Situationen
abrufbar bleibt. Da Verhalten nicht unterdrückt sondern verändert wird.
Demgegenüber ist durch negative Erlebnisse verdrängtes Verhalten, noch
vorhanden und wird in Stresssituationen wieder erscheinen.
Was
bedeutet Gewalt für das Zusammenleben von Mensch und Hund?
Gewalt
beginnt beim Denken, das heisst, wenn ich mich ärgere und dies dem Gegenüber
zu merken gebe, kann dieser das als Gewalt verspüren.
Es ist
bekannt, dass scharfe verbale Zurechtweisungen von sozial Höherstehnenden
körperliche Schmerzen bereiten können.
Mit anderen
Worten Gewalt kann mit Worten ausgeübt werden, in der Hundeausbildung
bekannt als „Nein lass dass“ oder „Pfui das ist verboten“.

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